Vogesen-Biwak 10/2019 | Wandern

Ich hatte mir für die zweite Hälfte der Herbstferien eine mehrtägige Wanderung mit Biwak vorgenommen. Ich schwankte zwischen Schweden und dem Elsass als Örtlichkeit der Wanderung. Aus Zeitgründen entschied ich mich kurzfristig für die Vogesen.

Zur Wanderung nahm ich einen großen Rucksack mit, in den ich

  • meinen Schlafsack
  • eine Isomatte
  • den Biwaksack
  • 1 1/2 Liter Wasser
  • ein Reisgerichte
  • Stirnlampe
  • einen Gaskocher
  • Kochtopf, Geschirr und Besteck
  • Müsliriegel und Studentenfutter
  • eine Powerbank

einpackte.

Ich wanderte am Montag, 07.10.2019 um 7.00 Uhr mit anbrechender Morgendämmerung in Lautenbachzell los, zunächst zur Wolfsgrube.

Morgentlicher Blick auf Lautenzell
Morgentlicher Blick auf Lautenzell

An der Wolfsgrube machte ich Rast und sah mir die Schutzhütte näher an, auch im Hinblick darauf, später, vielleicht bei einer späteren Wanderung, dort zu übernachten. Leider war dieTrinkwasserquelle am Platz versiegt. Die letzten regenarmen Sommer scheinen auch den Vogesen im Bereich Grundwasser und Quellwasser zu schaffen gemacht zu haben.

Sitzgruppe an der Wolfsgrube
Die Schutzhütte an der Wolfsgrube – zum Übernachten geeignet
Holzskulptur an der Wolgsbrube

Auf der gesamten Wanderung kam ich immer wieder an Überbleibseln des Ersten Weltkrieges vorbei. Hier, in den Hochvogesen, fanden zwischen 1914 und 1918 furchtbare und verlustreiche Kämpfe zwischen Deutschen und Franzosen statt. Bunkeranlagen, Mannschaftsunterkünfte, Sanitätsgebäude und viele andere Bauwerke sind auch über einhundert Jahre nach dem Ende des großen Schlachtens noch erstaunlich gut erhalten. Vor dem Betreten dieser Anlagen kann ich nur dringend abraten. Viele Bauwerke sind marode, einige sind eingestürzt, gefährliche Streben und Metallreste stellen Verletzungsgefahren dar. Auch befinden sich in einigen Gegenden abseits der Wege noch Reste von gefallenen Soldaten und Munitionsreste. Diese Munitionsreste, die teilweise sogar offen an der Erdoberfläche herumliegen, stellen noch heute eine lebensbedrohende Gefahr dar.

Auf dem Weg zur Wolfsgrube stieß ich immer wieder auf Relikte des Ersten Weltkrieges.

Von der Wolfsgrube aus wanderte ich weiter nach Murbach, um mir dort die alte Klosterkirche von Murbach anzuschauen. Dort machte ich einen längere Rast, um mir den Ort, die Kirche und die unmittelbar daneben befindliche Kapelle auch näher anzuschauen.

Auf dem Weg nach Murbach sah ich diese wunderbare Jesus Statue:

Kreuzigungssze bei Murbach
Erster Blick auf die ehemalige Klosterkirche von Murbach
Blick von Murbach auf die Vogesen Richtung Grand Ballon
Vorderseite der ehemaligen Klosterkirche von Murbach
Blick auf die ehemalige Klosterkirche von Murbach
Das Torhaus des ehemaligen Klosters
Rückseite des ehemaligen Torhauses des Klosters
Statue des Heiligen Priminius
Der mittelalterliche Klostergarten
Der mittelalterliche Klostergarten
Der mittelalterliche Klostergarten
Die Marienkapelle von Murbach

Auf dem Hügel, auf dem die Marienkapelle steht, machte ich eine längere Rast, aß etwas Nüsse und kochte mir einen Kaffee.

Die Marienkapelle von Murbach
Die letzte Station des Kreuzweges zur Marienkapelle von Murbach
Das Innere der Kapelle
Das Innere der Kapelle
Das Innere der Kapelle
Das Innere der Kapelle
Eine schöne Marienstatue
Josef
Maria mit Jesus
Blick vom Hang auf die ehemalige Klosterkirche

Die alten Klostermauern beeindruckten mich sehr. Ein Ort über tausendjähriger Kontemplation und Glaubenspraxis. Die Vorstellung, dass schon vor über 1.000 Jahren Mönche unter einfachsten Bedingungen an dieser Stelle zu Gott beeteten und ihr Leben für Gott führten,  brachten mich zum Nachdenken. Dieser schöne, beschauliche Ort war gut gewählt, in Kontemplation zu leben.

Das Innere der Kirche
Das Innere der Kirche
Das Innere der Kirche
Maria und Jesus
Das Innere der Kirche
Die Orgel der heutigen Pfarrkirche
Statue im Inneren der Kirche
Grab von Graf Eberhard
Statue
Erzengel Michael
Im Zentrum jeder Kirche: Das Kreuz

Anschließen wanderte ich hoch zum Judenhut. Die dortige Schutzhütte hatte ich mir als Übernachtungsort ausgesucht, zumal es dort eine gute Trinkwasserquelle geben sollte. Der Weg von Murbach dort hin war sehr anstrengend und brachte mich an den Rand meiner Leistungsfähigkeit. Total erschöpft kam ich an der Schutzhütte an. Die Schutzhütte war sehr gut eingerichtet und ich war Gott sei Dank auch alleine dort. Allerdings war die Quelle quasi versiegt, so dass ich meine Trinkwasservorräte leider nicht auffüllen konnte. Somit war klar, dass ich am nächsten Tag wieder absteigen musste. Hinzu kam, dass ich mich beim Hinwandern zu sehr verausgabt hatte.

Wie man sehen kann, hatte ich mich während der Wanderung völlig verausgabt.
Kriegsrelikt
Das Innere der Höhle des Ersten Weltkrieges
Die Schutzhütte am Judenhut
Die Quelle am Judenhut – leider zu diesem Zeitpunkt versiegt
Während des Ersten Weltkrieges fassten deutsche Soldaten die Quelle ein.
Blick von der Schutzhütte auf den Lagerplatz
Auch der Grundstock der Schutzhütte wurde von deutschen Soldaten gelegt.
Auf dem Foto gut erkennbar: Der Grundstock der Schutzhütte wird durch einen Bunker des Ersten Weltkrieges gebildet. Stahlbeton, der ewig hält.

So wanderte ich am nächsten Morgen vom Judenhut wieder zurück zum Parkplatz nach Leutenbachzell.

Am Parkplatz angekommen, fuhr ich nach Murbach und ruhte mich ein wenig aus, bevor ich meine Exkursion fortsetzte. Mehr dazu gibt es in einem späteren Beitrag.

 

Bozen in Südtirol / Italien | Herbst 2019

Als letztes größeres Ausflugsziel hatten meine Frau und ich während unserer Reise nach Südtirol im Herbst 2019 Bozen angesetzt. Die inoffizielle Hauptstadt Südtirols beeindruckte uns durch die die große Geschäftigkeit und den offensichtlichen Reichtum. Hier scheinen sich die regionalen und überregionalen Reichen und Schönen zu treffen. Insgesamt ist Bozen sehr italienisch, kein Wunder, sprechen doch 75% der Bewohner Italienisch als Muttersprache.

Während der knappen Woche, in der wir in Südtirol unternahmen wir auch einige kleinere Ausflüge, von denen ich nachfolgend auch ein paar Bilder beigefügt habe.

Unser Fazit: Meine Frau und ich sind uns sicher, dass wir im nächsten Herbst erneut nach Südtirol reisen werden. Es war eine schöne Zeit, die Menschen waren äußerst freundlich, die Umwelt sehr anregend und das Essen war super-lecker.

Blick vom Balkon unseres Hotelzimmers
Blick vom Balkon unseres Hotelzimmers
Blick vom Balkon unseres Hotelzimmers
Die Alpen in Südtirol
Die Alpen in Südtirol
Ich hoffe, man kann mir meine Freude über die Reise ablesen
Die Alpen in Südtirol
Die Alpen in Südtirol
Blick in das Tal bei Tisens
Blick in das Tal bei Tisens
Blick in das Tal bei Tisens
Die südtiroler Alpen
Meine Lieblingspizza, super knusprig und dünn
Eien regionale Süßspeise: Zwetschenknödel
Bozen
Bozen
Bozen
Die autonome Hochschule von Bozen
Bozen
Ein Kloster in Bozen
Der Kreuzgang im Kloster in Bozen
Der Kreuzgang im Kloster in Bozen
Kloster in Bozen
Altar im Kloster in Bozen
Altar im Kloster in Bozen
Altar im Kloster in Bozen
Altar im Kloster in Bozen
Kloster in Bozen
Den hätte ich gerne mitgenommen…
Bozens Umgebung
Stadtrand von Bozen
Franziskus
Siegesdenkmal in Bozen
Bozen
Bozen – viel Natur
Strudel mit Sahne
Eine kleine Kirche Sankt Nikolaus in Gfrill – leider ist sie immer geschlossen und verfällt
Die Alpen
Tinas Lieblings Pizza
Die Alpen

Meran in Südtirol / Italien | Herbst 2019

Während unserer Reise nach Südtirol im Herbst 2019 sind meine Frau und ich natürlich auch nach Meran gefahren. Wir parkten am Rand der Innenstadt (1,30 Euro Parkgebühren pro Stunde!) und spazierten durch die Innenstadt.

Die Innenstadt ist für eine rund 35.000 Personen Stadt recht umfangreich. Nette Geschäfte, viele Restaurants und Cafes wechseln sich ab und machen einen Bummel angenehm und laden zum Verweilen ein.

Im Cafè aida merano, der kleinsten Konditorei Merans tranken wir einen guten Kaffee und aßen ein leckers Stück Obstkuchen, das so groß war, dass wir es uns teilten.

In einer Metzgerei deckten wir uns mit Wurstwaren als Mitbringsel für die Lieben zuhause ein.

Neugierig machte mich die Therme von Meran, die riesig erscheint udn eine große Angebotsvielfalt zu bieten scheint. Einen Besuch habe ich mir für nächstes Jahr vorgenommen.

Bemerkenswert empfanden wir auch in Meran das milde Klima der Region.

Blick vom Eingang zur Meraner Innenstadt auf die umliegenden Berge
Die Meraner Innenstadt
Der Rand der Meraner Innenstadt
Die Meraner Innenstadt
Die Meraner Fußgängerzone lädt zum Verweilen ein
Viele Cafes prägen Meran
Rund um Meran Natur
Über den Dächern Merans
Die Kirche Sankt Nikolaus
Der heilige Nikolaus
In der kleinsten Konditorei Merans genoss ich mit meiner Frau eine Tasse Kaffee und ein äußerst leckeres Stück Kuchen
Weit verbreitet in Südtirol: Interspar – hier erledigten wir unseren Großeinkauf
Kiwis gedeihen prächtig in Südtirol
Abends aß ich eine leckere Pizza mit Salami, Artischocken, Oliven und Kapern
Mein Schatz verspeiste eine lecker Calcone

Tisens in Südtirol / Italien | Herbst 2019

Nach unserer Abreise von Gossensaß fuhren wir gemütlich über Landstraßen und in herrlicher Berglandschaft über den Jaufenpass nach Tisens, wo ich unser zweites Hotel gebucht hatte. Dort waren wir für fünf Tage im Hotel Hillebrand untergebracht.

Tisens ist ein kleiner, vom Apfelanbau und Tourismus geprägter Ort zwischen Bozen und Meran. Genau wegen dieser Lage hatte ich diesen Ort auch ausgesucht. So war es für uns einfacher, die beiden „Hauptorte“ Südtirols anzusteuern.

Das Hotel Hillebrand überzeugte mich vor der Buchung durch einen guten Preis, ein avisiertes gutes Frühstück, ein Hallenbad und zentrale Lage. Auch die Bewertungen bei booking.com waren gut. Wir wurden auch nicht enttäuscht. Wir hatten ein Zimmer mit Balkon und Bergblick. Die Gastgeber waren herzlich und hilfsbereit. Das Frühstück ermöglichte uns jeden Morgen einen ausgezeichneten Start in den Tag.

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes unternahmen wir einen Tagesausflug ins nahe gelegenen Lana.

Abends aßen wir immer im zum Hotel gehörenden Restaurant direkt gegenüber dem Hotel – Restaurant Tisene. Die Speisen waren wohlschmeckend. Das regionale Bier der Brauerei Forst war süffig und gut. Aber achtung: Das Restaurant füllt sich gegen 18.00 Uhr sehr schnell. Ohne Reservierung muss man warten. Ich kann dort wärmstens die Pizzen und vor allem die Spaghetti mit frischen Muscheln empfehlen.

In Tisens ist nicht viel los, es gibt aber ein paar kleine Geschäfte für die Ansprüche des täglichen Bedarfs, einen interessanten Friedhof und eine schöne Kirche. Auch gibt es ausgezeichnete Möglichkeiten für Wanderungen in die Berge.

Ein altes Gasthaus auf dem Jaufenpoass auf dem Weg zu unserem zweiten Ziel
Eine alte Kapelle am Jaufenpass
Das Innere der Kapelle
Der Jaufenpass
Blick vom Jaufenpass ins Tal
Blick vom Jaufenpass ins Tal
Zur Bergspitze des Jaufenpasses
Das Hotel Hillebrand
Die alten Häuser von Tisens
Blick vom Balkon unsere Hotelzimmers
Blick vom Balkon unsere Hotelzimmers
Wir waren umgeben von Apfelplantagen und Weinbergen
Zum Abendessen bestellte meine Frau eine Pizza Hawaii
Für mich gab es eine Teufelspizza
Der Sonnenaufgang über Tisens
Lana
Eine regionale Spezialität: Kastanienherzen
Natürlich genossen wir den ausgezeichneten italienischen Kaffee
Blick über Lana in die Berge
Die Berge um Lana
Viel Zeit verbrachte ich mit meiner Frau im Schwimmbad des Hotels
Abends genossen wir im hoteleigenen Restaurant ein lokales Bier der Brauerei Forst
Am zweiten Abend verspeiste ich mit Hochgenuss Spaghetti mit frischen Muscheln
Meine Frau bestellte die Spaghetti Carbonara – ebenfalls sehr lecker
Eine gewöhnungebedürftige Darstellung Mariens in der Kirche von Tisens
Das Frühstücksbüffet des Hotel Hillebrand
Das Frühstücksbüffet des Hotel Hillebrand
Das Frühstücksbüffet des Hotel Hillebrand
Das Frühstücksbüffet des Hotel Hillebrand

 

Gossensaß in Südtirol / Italien | Herbst 2019

Wie geplant war ich in den letzten sieben Tage in Südtirol. Meine Frau und ich brauchten gemeinsam Erholung und Tapetenwechsel. Schon länger wollte ich mal nach Südtirol reisen. Viele Bekannte und Freunde empfahlen uns eine Reise in den Norden Italiens, weil es dort so schön sei. Hinzu kam, dass ich mit dieser Reise meine Serie „Reisen in das deutschsprachige Ausland“ fortsetzen konnte. Also hatte ich zwei Hotels gebucht und wir fuhren am 28.09.2019 mittags von Frankfurt los. Die Fahrt war ins zwei Teile unterteilt, so dass wir die Strecke nicht in einem Rutsch fahren mussten.

Die Reise verlief relativ problemlos und führte über den Brenner Pass.

Am Abend des Samstags kamen wir im Hotel Bergkristall in Gossensaß an. Nach Bezug des Zimmers fuhren wir zunächst in den nächstgelegenen Lidl in Sterzing und kauften für das Wochenende ein. Dann ging es zurück ins Hotel, wo wir im hauseigenen Restaurant aßen. Die Vorspeise war ebenso göttlich wie die Pizza, die wahrhaft gigantische Ausmaße hatte. Der Teig war dünn und knüsprig, so, wie es sein muss. Alles war schmackhaft abgeschmeckt. Die Bedienung des Hotels und des Restaurants war sehr freundlich und hilfsbereit. Wir fühlten uns sehr wohl.

Der Morgen war großartig. Die Sonne begrüßte uns und unsere Stimmung hob sich, zumal uns ein ausgezeichnetes Frühstücksbüffet geboten wurde.

Nach dem Frühstück packten wir unser Bepäck und reisten ab in Richtung unseres eigentlichen Hotels, von dem ich dann morgen berichten werde.

Die Pizzeria / das Restaurant
Das Hotel Bergkristall
Der Vorspeisenteller mit regionalen Spezialitäten, ansprechend angerichtet. Er reichte für meine Frau und ich.
Die Pizza meiner Frau, mit Pilzen, Schinken, Salamie und Käse
Meine Pizza – extra scharf, so wie ich es liebe
Für uns immer eine Freude: Einkauf im ausländischen Lidl – hier in Sterzing
Blick vom Balkon des Hotels auf die Alpen
Die Umgebung des Hotels
Die Berge um das Hotel
Der Morgen im Tal des Hotels
Die Gebäckauswahl des Hotels zum Frühstück war umfangreich.
Das Frühstücksbüffet des Hotels
Brot und Brötchen sowie Marmeladen

Unsere Fahrtstrecke an diesem Tag:

 

Carn Galver | Cornwall

Im Norden Cornwalls findet man eine ehemalige Mine mit dem Namen „Carn Galver“, die vom National Trust betreut wird. Ich entdeckte sie eher zufällig bei meiner Rundreise durch Cornwall, als wir nach St. Ives fuhren. Man kann die Ruine der ehemaligen Zinn-Mine frei besichtigen, und eine Besichtigung – insbesondere für Fotofreunde – lohnt sich. Die Ruinen beeindrucken, zumal die Umgebung auch sehr ansprechend ist. Man kann auf einem kleinen Parkplatz vor der Ruine sicher und kostenfrei parken.

Der Name Carn Galver bedeutet „Felshaufen am Aussichtspunkt“. Sie liegt an der Küstenstraße St. Just – St. Ives (B3306) und man sieht ein kleines Pumpen- und ein Motorenhaus. Die Mine arbeitete bis 1878 und wurde vom National Trust restauriert. Diese Mine war nie wirklich produktiv und litt unter Entwässerungsproblemen.

Die Mine wurde in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts mit einem 20 Zoll breiten Wasserrad betrieben. Port Galhore – enthält viele Bergbaureste, darunter Wasserradgruben und kreisförmige Waschplätze von Carn Galver in der Nähe des Weilers Rosemergy, einem Teil von Morvah und Zennor United. Es war eine sehr nasse Mine, und die Pumpe förderte Wasser aus einer Tiefe von 780 Fuß. Ein zweiter Motor wurde verwendet, um das Erz anzuheben und zu zerkleinern.

Im Jahr 1871 beschäftigte die Mine siebzig Bergleute mit einem Stollen von 70 Faden unter der Oberfläche und einem auf 130 Faden abgesenkten Schacht. Das Erz wurde von einer Verbunddampfmaschine mit zwei pneumatischen Stempeln zerkleinert. Die Mine wurde mit Dampfkraft entwässert.

Zwei zerstörte Maschinenhäuser wurden vom National Trust restauriert. Das Count House ist heute eine Kletterhütte für Kletterer, die die Klippen von Bosigran besuchen. Unten, bevor der Strom in die Porthmoina-Bucht fließt, befinden sich die Ruinen einer Mühle mit einem Steuerhaus. Der tiefe Stollen taucht im hinteren Teil der Bucht auf. Die Mine arbeitete als Teil von Morvah und Zennor United, produzierte aber wenig Zinn.

Eine Übersichtkarte von Carn Galver
Carn Galver
Das Motorenhaus von Carn Galver
Das Pumpenhaus von Carn Galver
Carn Galver
Carn Galver
Carn Galver
Carn Galver
Die Umgebung von Carn Galver – typisch für Cornwall

Die Lage von Carn Galver:

Wandern & Biwakieren Teil 1 : Grobplanung | Wandern

Für mich ein großer Genuss: Wandern im Wald

Ich habe vor etwa einer Woche eine Nacht in der freien Natur verbracht, ohne Zelt, nur mit einer Isomatte, einem Schlafsack und einem Biwaksack. Dies war ein Test für mich, ob das Biwakierne in freier Natur, abseits der Zeltplätze, abseits anderer Menschen etwas für mich ist. Der Test verlief positiv, sodass nun der Weg frei ist, eine Biwak-Wanderung in den Vogesen näher ins Auge zu fassen und zu planen. Als Zeitraum für meine Wanderung habe ich den 06.10. – 12.10.2019 ausgewählt. In der ersten Ferienwoche werde ich mit meiner Frau Tina nach Südtirol reisen. In der zweiten Ferienwoche setze ich mein Vorhaben einer Wanderung mit Biwakieren um.

Derzeit befinden sich vier Ziele in meiner (gerankten) Auswahl:

Ranking Ziel Vorteil/e Nachteil/e
1. Vogesen
(Munstertal)
– keine weite Anfahrt
– bekanntes Umfeld
– tolle Aussichten
– relative Einsamkeit
– wildzelten verboten
2. Schweden – wildzelten erlaubt
– absolute Einsamkeit
– neue Region entdecken
– Angeln erlaubt
– 100 % Abenteuer
– weite Anfahrt
– unklare Versorgung
– Fährfahrt
3. Bayerische Alpen – tolle Aussichten
– gutes Essen
– ambitioniert
– für mich als Anfänger
eher zu schwer
4. Wales – tolle Landschaften
– große Stille
– wildzelten verboten
– weite Anfahrt

 

Mein erstes Biwakieren | Hoherodskopf

Gestern habe ich erstmals in der freien Natur, abseits von Dörfern, Städten und Campingplätzen biwakiert. Hierzu hatte ich mir eine kleine  Wanderstrecke im Vogelsberg zusammengestellt (sieh unten), um meine Ausrüstung zu testen und meine Fitness auf die Probe zu stellen. Diese Wanderung und die Übernachtung dienten auch dazu, zu prüfen, ob diese Art der Freizeitgestaltung etwas für mich ist.

So wanderte ich gestern am späten Nachmittag zunächst auf der höchsten Erhebung des Vogelsberg, dem Hoherodskopf (763,8 m ü. NHN ) herum, um mich bei Einbruch der Dämmerung zu meinem Übernachtungsplatz zu begeben.

Der Ludwigs-Brunnen auf dem Vogelsberg – momentan leider ausgetrocknet
Blick von der Spitze des Vogelsberg in das Tal in Richtung Schotten
Die Natur am Hoherodskopf
Gut ausgebaute Wanderwege im Vogelsberg
Blaubeeren in der Mitte Hessens
Die Quelle der Nidda
Die leider ausgetrocknete Landgrafenquelle
Gut, dass man den Hoherodskopf als Naturschutzgebiet ausgewiesen hat.
Die Schutzhütte „Sieben Ahorn“ im Vogelsberg
Die Gilgbachquelle – wunderbares, erfrischendes Wasser
Gilgbachquelle – hier schöpfte ich mein Trinkwasser
Gilgbachquelle – hier schöpfte ich mein Trinkwasser
Die Schutzhütte „Sieben Ahorn“
Die Schutzhütte „Charlottenhöhe“
Das Innere der Schutzhütte „Charlottenhöhe“
Die Schutzhütte „Poppenstruth“

Zwischendurch erfrischte ich mich an einer Quelle, wo wunderbares, kaltes Wasser direkt aus der Erde kam.

Nach 10 Kilometern kam ich an der von mir für die Übernachtung ausgesuchten Schutzhütte an der Niddaquelle an. Dort konnte ich erst einmal in aller Einsamkeit mein Abendessen einnehmen, denn die meisten Tagesgäste hatten diese Erholungsregion längst verlassen.

Mit Einbruch der Dämmerung traf dann ein 79jähriger Bauingenieur aus Leipzig an der Hütte ein, mit dem ich ins Gespräch kam. Er reist seit 50 Jahren nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch Deutschland. Dabei übernachtet er nur in der freien Natur. Ausgerüstet ist er lediglich mit einem Messer, einem Schlafsack und einer Wasserflasche. Er braucht kein Zelt, keine Isomatte, keinen Kocher. Er konnte mir interessante Erfahrungen berichten und gute Ratschläge für meinen Einstieg in das Biwakieren und Wandern geben.

Dann errichtete ich nach dreistündigem Gespräch meine Schlafstätte in der Schutzhütte an der Niddaquelle.

Meine Schlafstätte
Mein Esstisch
Für die Nacht gerüstet

Das Einschlafen fiel mir schwer, da ungewohnte Geräusche, vor allem von Hirschen, irritierten mich.

Am nächsten Morgen bereitete ich mir gegen 6.00 Uhr auf meinem Gaskocher einen Kaffee zu und aß zwei tags zuvor gekaufte Croissants.

Mein Frühstück

Gegen 7.30 Uhr wanderte ich zu meinem Auto. Der Anblick der aufgehenden Sonne begeisterte mich.

Nebelschwaden und die aufgehende Sonne über dem Hoherodskopf
Ausblick in der Morgendämmerung

Bevor ich mein Auto erreichte, machte ich noch einen kleinen Umweg zum Geiselstein.

Nebenschwaden über dem Hoherodskopf
Der Geiselstein
Tas und Ausblick auf dem Geiselstein

Mein Fazit für dieses erste Biwak:

Ja, Biwakieren und freies Wandern ist etwas für mich. Ich werde nun eine mehrtägige Wanderung planen. Das einfache, naturnahe Reisen ist für mich eine zusätzliche, mögliche Urlaubsform. Ich habe eine neue „Welt“ für mich entdeckt.

Ruhe, Rasten, Biwakieren, Zelten – Rechtslage unklar

Leute, Leute, ist das in Deutschland unklar. In Vorbereitung meiner heutigen Nacht in der freien Natur im Vogelsberg versuchte und versuche ich zu klären, ob das Übernachten jenseits von Zeltplätzen in der freien Natur erlaubt ist. Ja, ich bin Beamter, und die sind so pingelig. Ich möchte keinen Ärger.

Nach tagelanger Recherche kann ich ganz klar sagen: Nichts ist klar!

Nähere Ausführungen gibt es später, ebenso wie eine persönliche Einordnung.

Biwakieren in den Vogesen ? | Wandern

Biwak in den Bergen

Ich bin Camper. Ich zelte gerne, vor allem, wenn ich eine Gegend entdecken möchte und dabei flexibel bleiben will. Ein Zelt ist schnell auf- und abgebaut. Man muss in der Regel nichts reservieren, allenfalls bei den überlaufenen Zeltplätzen ist das nötig, und da möchte ich nicht hin. Man ist ungebunden und unmittelbar in der Natur. Öffnet man den Reißverschluss des Zeltes, schon ist man draußen im Grünen. Auch findet man, wenn man es möchte, schnellen Anschluss an andere Menschen und gute Gespräche über Gott, die Welt und den weiteren Weg. Zelten, auch auf dem Zeltplatz, ist ein kleines Abenteuer.

Derzeit ziehe ich in Betracht, beim Zelten einen Schritt weiter zu gehen. Bislang habe ich ausschließlich auf Campingplätzen übernachtet und bin mit dem Auto gereist. Momentan erwäge ich, in den Herstferien in die Vogesen zu reisen und dann dort eine mehrtägige Wanderung zu unternehmen und in der freien Natur in einem Biwak zu übernachten. Biwakieren ist das Übernachten in freier Natur ohne Zelt und nur für eine Nacht an der betreffenden Stelle, um am nächsten Morgen den Platz zu verlassen.

Seit vielen Jahren reise ich in die Vogesen, vor allem in das Gregoriental (heute: Münstertal) bei Münster (französisch: Munster). Bislang bin ich mit der Familie gereist, was mich leider dazu zwang, vor allem auf den Wegen zu bleiben und in der Nähe der Zivilisation und Straßen. Nun sehe ich eine Möglichkeit, die Vogesen abseits der Zivilisation zu durchstreifen, zu entdecken und mich dabei zu entspannen.

Seit einigen Tagen sammele ich Informationen und Erfahrungen.

Bevor ich jedoch meine Wanderung im Herbst detaillierter plane, muss ich eine Vielzahl Dinge abklären, u. a.

  • Welche Ausrüstung benöige ich?
  • Welche Kleidung wähle ich?
  • Wie sieht die rechtliche Lage beim Übernachten in der Wildnis der Vogesen aus?
  • Wie komme ich an Trinkwasser?
  • Wie ernähre ich mich?
  • Sie sieht es mit meiner Sicherheit aus?
  • Welchen Weg wähle ich?
  • Ist das Biwakieren etwas für mich?
  • Kann ich in einem Biwak schlafen?

Diese Fragen versuche ich derzeit zu klären. Parallel dazu habe ich begonnen, meine Ausrüstung zu kaufen. So war ein neuer Schlafsack fällige, ebenso ein neuer, größerer Rucksack. Erstmals kaufte ich mir einen Biwaksack gekauft. Eine Landkarte der Vogesen benötige ich auch, um einen guten Wanderweg zu finden.

Die Vogesen – Ziel für die Herbstferien

Am kommenden Wochendende (24.08. / 25.08.) werde ich mich und meine Ausrüstung bei einem Biwak erproben.

Bei allem berät mich mein lieber Kollege Andreas D., ein erfahrener Bergwanderer. In langen Gesprächen führt er mich in die Welt der Biwakierer ein, teilt mit mir seine Erlebnisse und Erkenntniss, berät mich bei der Auswahl der Ausrüstung und hat viel Geduld bei meinen Fragen.

Ich bin gespannt, ob diese neue Welt des Biwakierens etwas für mich ist.