Herbst 2021: Münstertal im Elsass

Die Stadt Münster und das Münstertal im Elsass sind einer meiner Lieblings-Urlaubsregionen. Seit vielen Jahren reise ich dort schon mindestens einmal pro Jahr für ein paar Tage hin. Wer meinem Blog folgt, weiß das.

Auch im Herbst 2021 bin ich mit meiner Frau und einem befreundeten Ehepaar dort hin gefahren. Eine Woche blieben wir dort in einer schönen Ferienwohnung. Der Urlaub war trotz Corona wunderbar. Die Franzosen haben sich sehr gut an die Regeln gehalten und wir fühlten uns sicher.

Zu viel Gepack? Zu viel Wasser?

Heute Morgen habe ich den Rucksack für meine Vogesenwanderung gepackt. Als ich ihn testweise aufsetzte, musste ich feststellen, dass er reichlich schwer ist. Nun muss ich noch einmal überprüfen, was ich eventuell zuhause lassen kann.

Mit meiner Frau diskutiere ich insbesondere, ob mein maximales Fassungsvermögen von 4,5 Liter Wasser (zwei Einwegflaschen a 1,5 Liter, 2 Metall-Trinkflaschen a 0,75 Liter) zu viel und zu schwer ist. Ich bin ein vorsichtiger Mensch und ich weiß nicht, ob ich immer rechtzeitig an Wasser komme, wenn ich nur mit 3 Liter auf diese Tour gehe. Sicherlich werden viele Quellen in den Vogesen ausgetrocknet sein.

Auf dem Sprung in die Vogesen | GR53

Anfang der Woche bin ich aus Südtirol zurückgekommen, wo ich mit meiner Frau und meiner Tochter eine Woche Urlaub im Hotel verbracht habe. Voraussichtlich morgen geht es nach Weißenburg in Frankreich, um von dort aus meine Wanderung über den GR53 zu beginnen.

Derzeit packe ich meinen Rucksack, um möglichst autonom sein kann. Ich werde nicht mit einem Tarp, sondern mit einem Zelt losziehen. Einen guten Schlafsack und eine Luftmatraze habe ich ebenso dabei.

Ich habe intensiv auf französischen Internetseiten recherchiert, ob das Biwakieren in den Vogesen erlaubt ist. Grob gesagt: Ja, nur nicht in den Naturschutzgebieten, wenn man sich anständig benimmt, insbesondere

  • erst abends gegen 19 Uhr sein Zelt aufbaut und am nächsten Morgen bis 8 Uhr weiter zieht,
  • keinen Müll hinterlässt,
  • in keinen Gruppen lagert,
  • kein Feuer macht,
  • respektvollen Abstand zu Denkmälern einhält,
  • nicht auf Privatbesitz biwakiert, ohne den Eigentümer um Erlaubnis zu fragen,
  • sich diskret verhält,
  • 200 Meter zu Trinkwassergewinnungsanlagen einhält.

Das sind eigentlich alles Selbstverständlichkeiten.

Ich habe gefriergetrocknete Nahrung aus dem Declathon gekauft, um mir abends eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Zum Frühstück gibt es Müsli mit Milchpulver angerührt. Nüsse und Müsliriegel gibt es als Zwischenmalzeiten. Trotzdem komme ich nicht einmal annähernd an meinen Nährstoffbedarf. Ich möchte Fett verbrennen, jedoch befürchte ich, dass ich zwischendurch gelegentlich doch Nahrung dazu kaufen muss.

Trinkwasser werde ich aus Qellen, kleinen Vogesen-Bächen und auf Friedhöfen abzapfen. Einen Wasserfilter habe ich eingepackt. Insgesamt 4,5 Liter Wasser kann ich maximal mitführen.

Insgesamt vier Powerbanks führe ich mit mir, mit denen ich mein Handy etwa 8 Mal aufladen kann. Damit muss ich haushalten. Das Handy werde ich dazu nutzen, Fotos und Videos aufzunehmen. Auch ist es für den Notfall mein Kommunikationsweg nach Außen.

Ein konkretes Ziel habe ich nicht. Ich schaue mal, wie weit es mich treibt.

Ich werde alleine wandern.

Update: Sommerreisen

Blick über die Vogesen

Hier der Stand meiner Planungen für die Reisen in den Sommerferien:

  1. Am Donnerstag oder Freitag werde ich mit meiner Frau und meiner Tochter zum Zelten in den Vogesen bei Gérardmer starten. Mal sehen, wo es uns dann noch hin treibt. Die Reise wird angesichts der aktuellen Krise durch Covid-19 durch Sicherheitsmaßnahmen bestimmt sein. Die Dauer der Reise ist unbestimmt.
  2. Am 18.07.2020 werde ich zu meiner Wanderung auf dem GR35 und GR5 starten. Eventuell wird mich mein ältesten Sohn zwei Tage lang begleiten. Auch hier ist die Dauer nicht festgelegt.
    Inzwischen habe ich mir Trekkingstöcke zugelegt. Sie sollen die Gelenke vor allem bei Bergwanderungen deutlich entlasten. Darüber hinaus denke ich darüber nach, nur mit einem Tarp zu wandern, bei dem die Trekkingstöcke die „Zeltstangen“ ersetzen.

Reisen in Zeiten von Pest und Cholera | Teil II

Für die zweite Hälfte der Sommerferien habe ich eine weitere Reise ins Auge gefasst. Seit längerer Zeit liebäugle ich mit einer Wanderung auf dem GR 53 / GR 5. Nun, angesichts der globalen Gesundheitslage, bietet sich diese doch recht einsame Wanderung geradezu an. Daher plane ich, den GR 53 von Weißenburg (französisch: Wissembourg) über den Donon nach Châtenois (Bas-Rhin) zu wandern.

Zur Vorbereitung nutze ich eine Menge Seiten im Internet. Ein guter Ausgangspunkt meiner Recherchen war in jedem Fall die Seite https://www.gr-infos.com, auf der man einen wunderbaren Überblick über die französischen Weitwanderwege (Sentier de Grande Randonnée) erhält.

Auch die Seiten  https://www.massif-des-vosges.com/de/aktivitaten/die-vogesenuberquerung-fernwanderweg-gra53-gra-5.htm der Tourismusagentur der Vogesen war sehr hilfreich.

Darüber hinaus habe ich mir einen Reisführer für den GR 53 und 5 gekauft, der diese Tour in 36 Etappen gliedert und überschaulich auf rund 210 Seiten darstellt:

Der Rother Wanderführer von Thomas Striebig: Vogesen-Durchquerung – Auf den GR 53 und GR 5 von Wissembourg nach Belfort

Viel Vorfreude bereiteten und bereiten mich die Videos von Heinz (Heinzbmwrt1200) und Jürgen Hamm (Der Wolkenfänger) auf Youtube, die diese während ihrer Wanderungen auf dem GR 53 und GR 5 aufgenommen haben. Die Videos sind nicht von gute Qualität, trotzdem bekommt man einen gute Einblick auf die Wanderbedingungen und Wanderziele.

Hier das erste Video von Heinz zu seiner Wanderung durch die Vogesen:

Hier das erste Video der Serie von Jürgen:

Dies wird jedoch im besten Fall nur die erste Hälfte der Strecke sein. Ich vermute, dass ich maximal 14 Tage wandern kann und maximal bis nach Châtenois (Bas-Rhin) komme. Den Rest dieses Weges bis nach Belfort werde ich mir dann für eine weitere längere Wanderung vornehmen, vielleicht für die Herbstferien.

Etappenübersicht:

Etappe von – nach Entfernung
1 WissembourgClimbach 8,5 Kilometer
2 ClimbachObersteinbach 19,2 Kilometer
3 ObersteinbachNiederbronn-les-Bains 16,7 Kilometer
4 Niederbronn-les-BainsLichtenberg 17,6 Kilometer
5 LichtenbergLa Petite Pierre 17,2 Kilometer
6 La Petite PierreSaverne 19,3 Kilometer
7 SaverneRefuge du grand Tétras 22,2 Kilometer
8 Refuge du grand TétrasUrmatt 18,6 Kilometer
9 Urmatt– Plateforme du Donon 23,5 Kilometer
10 Plateforme du DononSchirmeck 21,5 Kilometer
11 SchirmeckLe Hohwald 23,2 Kilometer
12 Le HohwaldMont Ste-Odile 9,8 Kilometer
13 Mont Ste-OdileAndlau 11,8 Kilometer
14 AndlauChâtenois (Bas-Rhin) 25 Kilometer
Summe: 254,1 Kilometer

Diese Etappenübersicht dient mir nur als Orientierung. Ich setze mich nicht mit irgendwelchen Vorgaben unter Druck. Wenn ich an einem Ort länger bleiben möchte, bleibe ich dort länger. Wenn ich die Wanderung verkürzen möchte, verkürze ich sie. Eine einzige Vorgabe habe ich mir gemacht: Ich möchte diesen Weg gehen, bevor ich in die ewigen Jagdgründe steige. Und bis dahin ist noch reichlich Zeit. Ich habe aber auch noch viel vor.