Wanderwege in Schweden | Wandern & Biwakieren Teil 2

Bei meinen Recherchen zu einer längeren Wanderung durch Schweden bin ich auf folgende Fernwanderwege gestoßen:

  • Skåneleden
    Im Süden Schwedens führt der Skåneleden auf ca. 1077 km durch die Region Skåne. Diese Route ist in fünf große Abschnitte unterteilt. Manan z. B. von Küste zu Küste wandern, von Norden nach Süden oder von Berg zu Berg. Zusätzlich gibt es acht Rundwanderwege mit Längen zwischen 10 und 53 Kilometern. Die Wege sind gut markiert und für jede Etappe gibt es detaillierte Karten. Nähere Informationen gibt es bei Wikipedia (kurzer, aber guter Einstieg) oder bei Skåneleden.se (sehr ausführlich).
  • Bohusleden
    Der Bohusleden beginnt bei Göteborg im Norden und ist Teil des North Sea Trails, der bis nach Norwegen reicht. Auf 370 Kilometern von Lindome im Süden bis nach Strömstad im Norden kann man hier eine abwechslungsreiche Wanderung durch Laubwälder, Moore, malerische Seenlandschaften, pure Wildnis, vorbei an archäologischen Stätten und durch reizvolle Ortschaften erleben.
    Auf bohusleden.se gibt es zu jeder der 27 Teiletappen ausführliche Informationen.
  • SörmlandsledenVon Nyköping aus startet der Sörmlandsleden, der in zwei große Touren unterteilt ist. Auf der Nord-Tour geht es zuerst in Richtung Trosa und von dort aus teilweise auf historischen Wegen vorbei an Herrenhäuser, Schlösser, Gutshöfen, aber auch durch Wälder, Naturschutzgebiete und vorbei an Seen. Die Wanderung endet in Stockholm. Für anspruchsvollere Wanderer ist die südliche Tour des Sörmansleden gedacht. Auf abwechslungsreichem Gelände geht es hier durch Wälder und zum Teil unbebaute Gebiete an der Ostseeküste.Der Wanderweg ist sehr gut ausgezeichnet. Nähere Informationen zu allen 92 Etappen des Sörmlandsleden findet man auf sormlandsleden.se.
  • KungsledenDer Kungsleden (Königsweg) erstreckt sich auf fast 400 Kilometern vom Nationalpark Abisko bis nach Hemavan. Wilde Gebirgslandschaften, alpine Hochebenen, blühende Heidewiesen, reißende Flüsse und sprudelnde Bäche zeichnen der Weg aus. Der Wanderweg zwischen Ammannäs und Hemavan von dem aus man beeindruckende Gipfel bestaunen kann, ist leicht zu gehen. Unter svenskaturistföreningen.se gibt es gute Informationen zum Kungsleden.
  • Sarek Nationalpark
    Ambitioniert ist eine Tour durch die Wildnis im Sarek Nationalpark an. Mehr als 2.000 km2 unberührte Natur, 100 Gletscher, sechs der höchsten Berge Schwedens, rauschende Stromschnellen und ein sehr anspruchsvolles Wanderterrain – das alles findet man im Sarek Nationalpark.Die beste Jahreszeit für eine Wanderung sind Spätfrühling, Sommer und Frühherbst. Ausführliche Informationen findet man auf sverigesnationalparker.se
  • Bergslagsleden
    Eine kurze Wanderung bietet der Tiveden Nationalpark an. Obwohl er nicht sehr groß ist, hat er dennoch einiges zu bieten: enorme Felsblöcke, Grotten, Felsritzen und Tümpel – Schwedens südlichste Wildmark. Durch den Nationalpark läuft auch der 280 km lange Bergslagsleden. Informationen zum Tiveden Nationalpark auf bergslagsleden.se

Carn Galver | Cornwall

Im Norden Cornwalls findet man eine ehemalige Mine mit dem Namen „Carn Galver“, die vom National Trust betreut wird. Ich entdeckte sie eher zufällig bei meiner Rundreise durch Cornwall, als wir nach St. Ives fuhren. Man kann die Ruine der ehemaligen Zinn-Mine frei besichtigen, und eine Besichtigung – insbesondere für Fotofreunde – lohnt sich. Die Ruinen beeindrucken, zumal die Umgebung auch sehr ansprechend ist. Man kann auf einem kleinen Parkplatz vor der Ruine sicher und kostenfrei parken.

Der Name Carn Galver bedeutet „Felshaufen am Aussichtspunkt“. Sie liegt an der Küstenstraße St. Just – St. Ives (B3306) und man sieht ein kleines Pumpen- und ein Motorenhaus. Die Mine arbeitete bis 1878 und wurde vom National Trust restauriert. Diese Mine war nie wirklich produktiv und litt unter Entwässerungsproblemen.

Die Mine wurde in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts mit einem 20 Zoll breiten Wasserrad betrieben. Port Galhore – enthält viele Bergbaureste, darunter Wasserradgruben und kreisförmige Waschplätze von Carn Galver in der Nähe des Weilers Rosemergy, einem Teil von Morvah und Zennor United. Es war eine sehr nasse Mine, und die Pumpe förderte Wasser aus einer Tiefe von 780 Fuß. Ein zweiter Motor wurde verwendet, um das Erz anzuheben und zu zerkleinern.

Im Jahr 1871 beschäftigte die Mine siebzig Bergleute mit einem Stollen von 70 Faden unter der Oberfläche und einem auf 130 Faden abgesenkten Schacht. Das Erz wurde von einer Verbunddampfmaschine mit zwei pneumatischen Stempeln zerkleinert. Die Mine wurde mit Dampfkraft entwässert.

Zwei zerstörte Maschinenhäuser wurden vom National Trust restauriert. Das Count House ist heute eine Kletterhütte für Kletterer, die die Klippen von Bosigran besuchen. Unten, bevor der Strom in die Porthmoina-Bucht fließt, befinden sich die Ruinen einer Mühle mit einem Steuerhaus. Der tiefe Stollen taucht im hinteren Teil der Bucht auf. Die Mine arbeitete als Teil von Morvah und Zennor United, produzierte aber wenig Zinn.

Eine Übersichtkarte von Carn Galver
Carn Galver
Das Motorenhaus von Carn Galver
Das Pumpenhaus von Carn Galver
Carn Galver
Carn Galver
Carn Galver
Carn Galver
Die Umgebung von Carn Galver – typisch für Cornwall

Die Lage von Carn Galver:

Wandern & Biwakieren Teil 1 : Grobplanung | Wandern

Für mich ein großer Genuss: Wandern im Wald

Ich habe vor etwa einer Woche eine Nacht in der freien Natur verbracht, ohne Zelt, nur mit einer Isomatte, einem Schlafsack und einem Biwaksack. Dies war ein Test für mich, ob das Biwakierne in freier Natur, abseits der Zeltplätze, abseits anderer Menschen etwas für mich ist. Der Test verlief positiv, sodass nun der Weg frei ist, eine Biwak-Wanderung in den Vogesen näher ins Auge zu fassen und zu planen. Als Zeitraum für meine Wanderung habe ich den 06.10. – 12.10.2019 ausgewählt. In der ersten Ferienwoche werde ich mit meiner Frau Tina nach Südtirol reisen. In der zweiten Ferienwoche setze ich mein Vorhaben einer Wanderung mit Biwakieren um.

Derzeit befinden sich vier Ziele in meiner (gerankten) Auswahl:

Ranking Ziel Vorteil/e Nachteil/e
1. Vogesen
(Munstertal)
– keine weite Anfahrt
– bekanntes Umfeld
– tolle Aussichten
– relative Einsamkeit
– wildzelten verboten
2. Schweden – wildzelten erlaubt
– absolute Einsamkeit
– neue Region entdecken
– Angeln erlaubt
– 100 % Abenteuer
– weite Anfahrt
– unklare Versorgung
– Fährfahrt
3. Bayerische Alpen – tolle Aussichten
– gutes Essen
– ambitioniert
– für mich als Anfänger
eher zu schwer
4. Wales – tolle Landschaften
– große Stille
– wildzelten verboten
– weite Anfahrt