Update: Sommerreisen

Blick über die Vogesen

Hier der Stand meiner Planungen für die Reisen in den Sommerferien:

  1. Am Donnerstag oder Freitag werde ich mit meiner Frau und meiner Tochter zum Zelten in den Vogesen bei Gérardmer starten. Mal sehen, wo es uns dann noch hin treibt. Die Reise wird angesichts der aktuellen Krise durch Covid-19 durch Sicherheitsmaßnahmen bestimmt sein. Die Dauer der Reise ist unbestimmt.
  2. Am 18.07.2020 werde ich zu meiner Wanderung auf dem GR35 und GR5 starten. Eventuell wird mich mein ältesten Sohn zwei Tage lang begleiten. Auch hier ist die Dauer nicht festgelegt.
    Inzwischen habe ich mir Trekkingstöcke zugelegt. Sie sollen die Gelenke vor allem bei Bergwanderungen deutlich entlasten. Darüber hinaus denke ich darüber nach, nur mit einem Tarp zu wandern, bei dem die Trekkingstöcke die „Zeltstangen“ ersetzen.

Reisen in Zeiten von Pest und Cholera | Teil II

Für die zweite Hälfte der Sommerferien habe ich eine weitere Reise ins Auge gefasst. Seit längerer Zeit liebäugle ich mit einer Wanderung auf dem GR 53 / GR 5. Nun, angesichts der globalen Gesundheitslage, bietet sich diese doch recht einsame Wanderung geradezu an. Daher plane ich, den GR 53 von Weißenburg (französisch: Wissembourg) über den Donon nach Châtenois (Bas-Rhin) zu wandern.

Zur Vorbereitung nutze ich eine Menge Seiten im Internet. Ein guter Ausgangspunkt meiner Recherchen war in jedem Fall die Seite https://www.gr-infos.com, auf der man einen wunderbaren Überblick über die französischen Weitwanderwege (Sentier de Grande Randonnée) erhält.

Auch die Seiten  https://www.massif-des-vosges.com/de/aktivitaten/die-vogesenuberquerung-fernwanderweg-gra53-gra-5.htm der Tourismusagentur der Vogesen war sehr hilfreich.

Darüber hinaus habe ich mir einen Reisführer für den GR 53 und 5 gekauft, der diese Tour in 36 Etappen gliedert und überschaulich auf rund 210 Seiten darstellt:

Der Rother Wanderführer von Thomas Striebig: Vogesen-Durchquerung – Auf den GR 53 und GR 5 von Wissembourg nach Belfort

Viel Vorfreude bereiteten und bereiten mich die Videos von Heinz (Heinzbmwrt1200) und Jürgen Hamm (Der Wolkenfänger) auf Youtube, die diese während ihrer Wanderungen auf dem GR 53 und GR 5 aufgenommen haben. Die Videos sind nicht von gute Qualität, trotzdem bekommt man einen gute Einblick auf die Wanderbedingungen und Wanderziele.

Hier das erste Video von Heinz zu seiner Wanderung durch die Vogesen:

Hier das erste Video der Serie von Jürgen:

Dies wird jedoch im besten Fall nur die erste Hälfte der Strecke sein. Ich vermute, dass ich maximal 14 Tage wandern kann und maximal bis nach Châtenois (Bas-Rhin) komme. Den Rest dieses Weges bis nach Belfort werde ich mir dann für eine weitere längere Wanderung vornehmen, vielleicht für die Herbstferien.

Etappenübersicht:

Etappe von – nach Entfernung
1 WissembourgClimbach 8,5 Kilometer
2 ClimbachObersteinbach 19,2 Kilometer
3 ObersteinbachNiederbronn-les-Bains 16,7 Kilometer
4 Niederbronn-les-BainsLichtenberg 17,6 Kilometer
5 LichtenbergLa Petite Pierre 17,2 Kilometer
6 La Petite PierreSaverne 19,3 Kilometer
7 SaverneRefuge du grand Tétras 22,2 Kilometer
8 Refuge du grand TétrasUrmatt 18,6 Kilometer
9 Urmatt– Plateforme du Donon 23,5 Kilometer
10 Plateforme du DononSchirmeck 21,5 Kilometer
11 SchirmeckLe Hohwald 23,2 Kilometer
12 Le HohwaldMont Ste-Odile 9,8 Kilometer
13 Mont Ste-OdileAndlau 11,8 Kilometer
14 AndlauChâtenois (Bas-Rhin) 25 Kilometer
Summe: 254,1 Kilometer

Diese Etappenübersicht dient mir nur als Orientierung. Ich setze mich nicht mit irgendwelchen Vorgaben unter Druck. Wenn ich an einem Ort länger bleiben möchte, bleibe ich dort länger. Wenn ich die Wanderung verkürzen möchte, verkürze ich sie. Eine einzige Vorgabe habe ich mir gemacht: Ich möchte diesen Weg gehen, bevor ich in die ewigen Jagdgründe steige. Und bis dahin ist noch reichlich Zeit. Ich habe aber auch noch viel vor.

Reisen in Zeiten von Pest und Cholera | Teil I

Seit zwei Monaten quält die Seuche Covid-19 die Welt. Weite Teile des Lebens auf der Erde stehen still. Ganz Industrien haben ihre Produktion eingestellt und der weltweite Tourismus ist zum Erliegen gekommen. Seit zwei Monaten ist der reguläre betrieb an meiner Schule erlahmt. Und in fünf Monaten beginnen die Sommerferien. Do wo kann, wo will und wo werde ich hin fahren?

Derzeitiger Planungsstand:

    • Am Freitag, 03.07.2020 fahre ich, sobald meine Tochter Schulaus hat, mit ihr und meiner Frau nach Frankreich, um dort in den Vogesen ein paar Tage zu campen. Grobes Ziel ist Gérardmer:

  • Sollten es das Wetter, unsere Gesundheit und unsere Stimmung zulassen, fahren wir nach ein paar Tagen weiter nach Südfrankreich, beispielsweise an die Ardeche bei Saint-Martin-d’Ardèche:

Sollten wir dann noch Lust und Laune haben, könnte es weiter ans Mittelmeer gehen. Mal schauen…

Camping Gérardmer Teil 2 | Vogesen 2019

Hier nun der zweite Teil meines Berichtes von meiner Reise in die Vogesen im Sommer 2019. Weil das Schwimmbad auf unserem Campingplatz so stark frequentiert war, fuhr ich mit meiner Tochter zweimal an den Lac de  Gérardmer, um dort den Tag zu verbringen, uns zu sonnen und vor allem um zu schwimmen.

Lotte und ich waren, wie man sehen kann, bestens gelaunt.

Unser Campingplatz, den ich im ersten Beitrag ausführlich beschrieben habe, liegt bei Granges-sur-Vologne, einem kleinen Ort, der keine besonderen Sehenswürdigkeiten besitzt. Es ist ein typischer französischer Ort in den Vogesen.

Das Kriegerdenkmal von Granges-sur-Vologne
Granges-sur-Vologne
Granges-sur-Vologne
Granges-sur-Vologne – auch hier trieben die Nationalsozialisten ihr Unwesen
Granges-sur-Vologne
Das Rathaus von Granges-sur-Vologne
Die Kirche von Granges-sur-Vologne
Die Vogesen bei Granges-sur-Vologne
Die Vogesen bei Granges-sur-Vologne
Die Vogesen bei Granges-sur-Vologne
Der Lac de Gérardmer – am ersten Tag lagen wir in einem Waldstück an diesem Sandstrand
Unser Liegeplatz am Lac de Gérardmer
Charlotte hatte viel Spaß am Lac de Gérardmer
Am zweiten Tag wechselten wir zu einem Wiesenplatz am Lac de Gérardmer
Es war wunderschöne am Lac de Gérardmer
Marktplatz von Gérardmer
Einkausstraße in Gérardmer
Charlotte kaufte sich ein Eis – mit Händen und Füßen 🙂
Das schmeckte meiner Tochter
Gérardmer
Gérardmer
Gérardmer
Das Rathaus von Gérardmer
Die Kirche von Gérardmer
Regilgösität in Gérardmer
Denkmal für Antoine Gley (1813 – 1907). Er wurde in Gérardmer geboren und organisierte während der Belagerung von Paris 1870 die Versorgung der eingeschlossenen Soldaten mit Brot. Er erhielt daher auch den Spitznamen „Bäcker von Paris).
Eine nette Sitzgelegenheit eines Restaurants

Camping Gérardmer Teil 1 | Vogesen 2019

Heute möchte ich mal wieder etwas von meiner zweiten Reise in den Sommerferien 2019 berichten. Traditionell reise ich in den ersten 14 Tagen der Sommerferien mit der gesamten Familie. Dann geht es heim. Ich erledige anstehende Termine und Aufgaben. Danach verreise ich erneut mit den Kindern, während meine Frau arbeiten muss. Meist ist es ein Campingurlaub. Inzwischen verreist nur noch meine Tochter mit mir in der zweiten Hälfte.

Im Sommer 2019 wollte ich nicht so weit fahren, weshalb ich mir einen netten Campingplatz in den Vogesen in der Nähe von Gérardmer heraussuchte: Flower Camping La Sténiole.  Mit rund 20 Euro pro Nacht ist der Platz kein billiger Platz, jedoch bietet er insbesondere für Kinder einige Attraktionen, z. B. einen Spieleraum, eine Wasserrutsche, ein überdachtes Schwimmbad usw. Leider war das Schwimmbad meist überfüllt. Weshalb wir dann auch an den Lac de Gérardmer auswichen. Darüber berichte ich morgen im zweiten Teil.

Der Campingplatz liegt abseits im Wald. Er wird sehr stark von Niederländern frequentiert. Die Parzellen sind sehr groß angelegt. Die Sanitäranlagen sind sauber. In den beiden Restaurants auf dem Platz kann man kleinere und größere Speisen bestellen, die gut schmecken. Zum Einkaufen muss man allerdings nach Gérardmer, was eine Fahrt von 15 – 20 Minuten bedeutet.

Ich würde den Platz außerhalb der Hochsaison wieder buchen, wenn das Schwimmbad nicht so überlaufen ist. Mit Lotte verbrachte ich jedenfalls sehr schöne Tage, bevor es dann nach Nürnberg weiter ging.

Lotte beim Aufbau ihres Zeltes
Unser Lager – mein Zelt fehlt noch
Die Parzellen sind sehr groß und bieten ausreichend Platz – auch für das Auto
Ein Restaurant auf dem Platz
Ein Naturweiher
Der Naturweiher, auch für Boote zugelassen
Beachvolleyball
Viel Platz für Kinder und Entdeckungen
Die Riesenrutsche
Das Hallen- und Freibad mit Liegebereich
Zum Abendessen gerne mal ein französisches Bier

 

Vogesen-Biwak 10/2019 | Wandern

Ich hatte mir für die zweite Hälfte der Herbstferien eine mehrtägige Wanderung mit Biwak vorgenommen. Ich schwankte zwischen Schweden und dem Elsass als Örtlichkeit der Wanderung. Aus Zeitgründen entschied ich mich kurzfristig für die Vogesen.

Zur Wanderung nahm ich einen großen Rucksack mit, in den ich

  • meinen Schlafsack
  • eine Isomatte
  • den Biwaksack
  • 1 1/2 Liter Wasser
  • ein Reisgerichte
  • Stirnlampe
  • einen Gaskocher
  • Kochtopf, Geschirr und Besteck
  • Müsliriegel und Studentenfutter
  • eine Powerbank

einpackte.

Ich wanderte am Montag, 07.10.2019 um 7.00 Uhr mit anbrechender Morgendämmerung in Lautenbachzell los, zunächst zur Wolfsgrube.

Morgentlicher Blick auf Lautenzell
Morgentlicher Blick auf Lautenzell

An der Wolfsgrube machte ich Rast und sah mir die Schutzhütte näher an, auch im Hinblick darauf, später, vielleicht bei einer späteren Wanderung, dort zu übernachten. Leider war dieTrinkwasserquelle am Platz versiegt. Die letzten regenarmen Sommer scheinen auch den Vogesen im Bereich Grundwasser und Quellwasser zu schaffen gemacht zu haben.

Sitzgruppe an der Wolfsgrube
Die Schutzhütte an der Wolfsgrube – zum Übernachten geeignet
Holzskulptur an der Wolgsbrube

Auf der gesamten Wanderung kam ich immer wieder an Überbleibseln des Ersten Weltkrieges vorbei. Hier, in den Hochvogesen, fanden zwischen 1914 und 1918 furchtbare und verlustreiche Kämpfe zwischen Deutschen und Franzosen statt. Bunkeranlagen, Mannschaftsunterkünfte, Sanitätsgebäude und viele andere Bauwerke sind auch über einhundert Jahre nach dem Ende des großen Schlachtens noch erstaunlich gut erhalten. Vor dem Betreten dieser Anlagen kann ich nur dringend abraten. Viele Bauwerke sind marode, einige sind eingestürzt, gefährliche Streben und Metallreste stellen Verletzungsgefahren dar. Auch befinden sich in einigen Gegenden abseits der Wege noch Reste von gefallenen Soldaten und Munitionsreste. Diese Munitionsreste, die teilweise sogar offen an der Erdoberfläche herumliegen, stellen noch heute eine lebensbedrohende Gefahr dar.

Auf dem Weg zur Wolfsgrube stieß ich immer wieder auf Relikte des Ersten Weltkrieges.

Von der Wolfsgrube aus wanderte ich weiter nach Murbach, um mir dort die alte Klosterkirche von Murbach anzuschauen. Dort machte ich einen längere Rast, um mir den Ort, die Kirche und die unmittelbar daneben befindliche Kapelle auch näher anzuschauen.

Auf dem Weg nach Murbach sah ich diese wunderbare Jesus Statue:

Kreuzigungssze bei Murbach
Erster Blick auf die ehemalige Klosterkirche von Murbach
Blick von Murbach auf die Vogesen Richtung Grand Ballon
Vorderseite der ehemaligen Klosterkirche von Murbach
Blick auf die ehemalige Klosterkirche von Murbach
Das Torhaus des ehemaligen Klosters
Rückseite des ehemaligen Torhauses des Klosters
Statue des Heiligen Priminius
Der mittelalterliche Klostergarten
Der mittelalterliche Klostergarten
Der mittelalterliche Klostergarten
Die Marienkapelle von Murbach

Auf dem Hügel, auf dem die Marienkapelle steht, machte ich eine längere Rast, aß etwas Nüsse und kochte mir einen Kaffee.

Die Marienkapelle von Murbach
Die letzte Station des Kreuzweges zur Marienkapelle von Murbach
Das Innere der Kapelle
Das Innere der Kapelle
Das Innere der Kapelle
Das Innere der Kapelle
Eine schöne Marienstatue
Josef
Maria mit Jesus
Blick vom Hang auf die ehemalige Klosterkirche

Die alten Klostermauern beeindruckten mich sehr. Ein Ort über tausendjähriger Kontemplation und Glaubenspraxis. Die Vorstellung, dass schon vor über 1.000 Jahren Mönche unter einfachsten Bedingungen an dieser Stelle zu Gott beeteten und ihr Leben für Gott führten,  brachten mich zum Nachdenken. Dieser schöne, beschauliche Ort war gut gewählt, in Kontemplation zu leben.

Das Innere der Kirche
Das Innere der Kirche
Das Innere der Kirche
Maria und Jesus
Das Innere der Kirche
Die Orgel der heutigen Pfarrkirche
Statue im Inneren der Kirche
Grab von Graf Eberhard
Statue
Erzengel Michael
Im Zentrum jeder Kirche: Das Kreuz

Anschließen wanderte ich hoch zum Judenhut. Die dortige Schutzhütte hatte ich mir als Übernachtungsort ausgesucht, zumal es dort eine gute Trinkwasserquelle geben sollte. Der Weg von Murbach dort hin war sehr anstrengend und brachte mich an den Rand meiner Leistungsfähigkeit. Total erschöpft kam ich an der Schutzhütte an. Die Schutzhütte war sehr gut eingerichtet und ich war Gott sei Dank auch alleine dort. Allerdings war die Quelle quasi versiegt, so dass ich meine Trinkwasservorräte leider nicht auffüllen konnte. Somit war klar, dass ich am nächsten Tag wieder absteigen musste. Hinzu kam, dass ich mich beim Hinwandern zu sehr verausgabt hatte.

Wie man sehen kann, hatte ich mich während der Wanderung völlig verausgabt.
Kriegsrelikt
Das Innere der Höhle des Ersten Weltkrieges
Die Schutzhütte am Judenhut
Die Quelle am Judenhut – leider zu diesem Zeitpunkt versiegt
Während des Ersten Weltkrieges fassten deutsche Soldaten die Quelle ein.
Blick von der Schutzhütte auf den Lagerplatz
Auch der Grundstock der Schutzhütte wurde von deutschen Soldaten gelegt.
Auf dem Foto gut erkennbar: Der Grundstock der Schutzhütte wird durch einen Bunker des Ersten Weltkrieges gebildet. Stahlbeton, der ewig hält.

So wanderte ich am nächsten Morgen vom Judenhut wieder zurück zum Parkplatz nach Leutenbachzell.

Am Parkplatz angekommen, fuhr ich nach Murbach und ruhte mich ein wenig aus, bevor ich meine Exkursion fortsetzte. Mehr dazu gibt es in einem späteren Beitrag.

 

Wandern & Biwakieren Teil 1 : Grobplanung | Wandern

Für mich ein großer Genuss: Wandern im Wald

Ich habe vor etwa einer Woche eine Nacht in der freien Natur verbracht, ohne Zelt, nur mit einer Isomatte, einem Schlafsack und einem Biwaksack. Dies war ein Test für mich, ob das Biwakierne in freier Natur, abseits der Zeltplätze, abseits anderer Menschen etwas für mich ist. Der Test verlief positiv, sodass nun der Weg frei ist, eine Biwak-Wanderung in den Vogesen näher ins Auge zu fassen und zu planen. Als Zeitraum für meine Wanderung habe ich den 06.10. – 12.10.2019 ausgewählt. In der ersten Ferienwoche werde ich mit meiner Frau Tina nach Südtirol reisen. In der zweiten Ferienwoche setze ich mein Vorhaben einer Wanderung mit Biwakieren um.

Derzeit befinden sich vier Ziele in meiner (gerankten) Auswahl:

Ranking Ziel Vorteil/e Nachteil/e
1. Vogesen
(Munstertal)
– keine weite Anfahrt
– bekanntes Umfeld
– tolle Aussichten
– relative Einsamkeit
– wildzelten verboten
2. Schweden – wildzelten erlaubt
– absolute Einsamkeit
– neue Region entdecken
– Angeln erlaubt
– 100 % Abenteuer
– weite Anfahrt
– unklare Versorgung
– Fährfahrt
3. Bayerische Alpen – tolle Aussichten
– gutes Essen
– ambitioniert
– für mich als Anfänger
eher zu schwer
4. Wales – tolle Landschaften
– große Stille
– wildzelten verboten
– weite Anfahrt

 

Biwakieren in den Vogesen ? | Wandern

Biwak in den Bergen

Ich bin Camper. Ich zelte gerne, vor allem, wenn ich eine Gegend entdecken möchte und dabei flexibel bleiben will. Ein Zelt ist schnell auf- und abgebaut. Man muss in der Regel nichts reservieren, allenfalls bei den überlaufenen Zeltplätzen ist das nötig, und da möchte ich nicht hin. Man ist ungebunden und unmittelbar in der Natur. Öffnet man den Reißverschluss des Zeltes, schon ist man draußen im Grünen. Auch findet man, wenn man es möchte, schnellen Anschluss an andere Menschen und gute Gespräche über Gott, die Welt und den weiteren Weg. Zelten, auch auf dem Zeltplatz, ist ein kleines Abenteuer.

Derzeit ziehe ich in Betracht, beim Zelten einen Schritt weiter zu gehen. Bislang habe ich ausschließlich auf Campingplätzen übernachtet und bin mit dem Auto gereist. Momentan erwäge ich, in den Herstferien in die Vogesen zu reisen und dann dort eine mehrtägige Wanderung zu unternehmen und in der freien Natur in einem Biwak zu übernachten. Biwakieren ist das Übernachten in freier Natur ohne Zelt und nur für eine Nacht an der betreffenden Stelle, um am nächsten Morgen den Platz zu verlassen.

Seit vielen Jahren reise ich in die Vogesen, vor allem in das Gregoriental (heute: Münstertal) bei Münster (französisch: Munster). Bislang bin ich mit der Familie gereist, was mich leider dazu zwang, vor allem auf den Wegen zu bleiben und in der Nähe der Zivilisation und Straßen. Nun sehe ich eine Möglichkeit, die Vogesen abseits der Zivilisation zu durchstreifen, zu entdecken und mich dabei zu entspannen.

Seit einigen Tagen sammele ich Informationen und Erfahrungen.

Bevor ich jedoch meine Wanderung im Herbst detaillierter plane, muss ich eine Vielzahl Dinge abklären, u. a.

  • Welche Ausrüstung benöige ich?
  • Welche Kleidung wähle ich?
  • Wie sieht die rechtliche Lage beim Übernachten in der Wildnis der Vogesen aus?
  • Wie komme ich an Trinkwasser?
  • Wie ernähre ich mich?
  • Sie sieht es mit meiner Sicherheit aus?
  • Welchen Weg wähle ich?
  • Ist das Biwakieren etwas für mich?
  • Kann ich in einem Biwak schlafen?

Diese Fragen versuche ich derzeit zu klären. Parallel dazu habe ich begonnen, meine Ausrüstung zu kaufen. So war ein neuer Schlafsack fällige, ebenso ein neuer, größerer Rucksack. Erstmals kaufte ich mir einen Biwaksack gekauft. Eine Landkarte der Vogesen benötige ich auch, um einen guten Wanderweg zu finden.

Die Vogesen – Ziel für die Herbstferien

Am kommenden Wochendende (24.08. / 25.08.) werde ich mich und meine Ausrüstung bei einem Biwak erproben.

Bei allem berät mich mein lieber Kollege Andreas D., ein erfahrener Bergwanderer. In langen Gesprächen führt er mich in die Welt der Biwakierer ein, teilt mit mir seine Erlebnisse und Erkenntniss, berät mich bei der Auswahl der Ausrüstung und hat viel Geduld bei meinen Fragen.

Ich bin gespannt, ob diese neue Welt des Biwakierens etwas für mich ist.

Auf der Höhe von Vauquois | Ostern 2019

Während meiner Rundreise durch Lothringen und Elsass während der Osterferien 2019 war ich auch auf dem Hügel von Vauquois. Dieser Ort stand während des Ersten Weltkrieges im Mittelpunkt einer Schlacht, die letztlich den Ort vollkommen zerstörte und den Hügel, auf dem der Ort stand, mittels Sprenungungen abbaute. Der Ort wurde nach dem Krieg am Fuß des Hügels wieder aufgebaut. Noch heute zeugen riesige Löcher und Relikte der Gefechte von den grausamen Kämpfen. Franzosen und Deutsche gruben monatelang Stollen unter den jeweiligen Gegner, stopften diesen mit Sprengstoff voll und sprengten die gegnerischen Soldaten dann in die Luft. Bemerkte der Gegner den Stollen zu früh, sprengte dieser den Feind vorher in die Luft. Noch heute ist der Hügel voller Stollen, die man zum Teil mit Fachlueten besichtigen kann.

In jedem Fall lohnt sich ein Besuch des Ortes. Für Kinder ist es ein Paradies, wobei man sie immer in den Augen behalten sollte, denn es handelt sich um ein Gedenkort, bei dem man die Wege aus Sicherheitsgründen nicht verlassen sollte. Noch heute befindet sich Munition im Boden, ebenso wie auch noch die Gebeine unzähliger Gefallener dort ruhen. Außerdem könnten Stollen zusammenbrechen und sich Löcher im Boden auftun. Daher: Auf den sicheren Wegen bleiben, dann besteht keine Gefahr.

Ein gewaltiger Sprengtricher der Deutschen
Grabensperren – auch nach hundert Jahren noch intakt
Ein französischer Laufgraben mit dem Eingang in einen Stollen
Charlotte kommt aus einem Stollen
Blick entlang der ehemaligen Frontlinie – rechts die Franzosen – links die Deutschen – in der Mitte die Sprengtrichter
Gang in die Trichter der Frontlinie
Die Frontlinie aus Sprengtrichter
Ein französisches Denkmal
Die Frontlinie aus Sprengtrichtern
Hier kann man die Dimension des Irrsinns erkennen – in einem Sprengtrichter
Ein deutscher Bunker
Eingang in eine deutsche Bunkeranlage
Charlotte untersucht einen deutsche Mörser
Charlotte an der Grabenwehr
Ein deutscher Bunker
Blick vom deutschen Laufgraben auf das Schlachtfeld
Ein deutscher Stollenzugang
Zugang zu einem deutschen Bunker
Ein deutscher Laufgraben im rückwärtigen Bereich
Deutscher Schützengraben
Charlotte im deutsche Laufgraben
Das Schlachfeld

 

Abbaye de Saint-Benoît-en-Woëvre | Faszination Klosterruinen

Schon mehrfach war ich am Kloster Saint-Benoît-en-Woëvre. Ich entdeckte es vor einigen Jahren eher durch Zufall bei einer Reise nach Verdun. Es fasziniert mich nach wie vor. Klöster und ehemalige Klöster ziehen eine besondere Anziehungskraft auf mich aus. Orte der Kontemplation, des Gebetes, der Gottessuche sind für mich ganz besondere Orte. So hielt ich auch im April 2019 wieder am Kloster an und untersuchte es mit der Kamera meines Mibilfunkgerätes. Ich betrat auch erstmals das Innere der Ruine, da man sich erstmals die Zeit genommen hatte, das Innere der Ruine weitgehend von Bäumen und Sträuchern zu befreien. So war ein fast ungehinderter Blick in das Innere möglich. Natürlich achtete ich auf meine Sicherheit, denn herabstürzende Trümmer und einbrechende Keller müssen immer befürchtet werden.

Das Kloster Saint-Benoît-en-Woëvre
Das Innere der Ruine
Das Portal
Blick von der Seite
Die Rückseite
Ein Brunnen
Ein Brunnen
Im Innern der Ruine
Im Inneren

Die Lages der Klosterruine: